{"id":1526,"date":"2015-02-11T09:44:04","date_gmt":"2015-02-11T09:44:04","guid":{"rendered":"http:\/\/dev.bullet.io\/branno\/om-branno-2\/"},"modified":"2015-12-27T18:37:11","modified_gmt":"2015-12-27T18:37:11","slug":"om-branno","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/brannovardshus.se\/de\/om-branno\/","title":{"rendered":"Br\u00e4nn\u00f6"},"content":{"rendered":"<p>Herzlich willkommen auf Br\u00e4nn\u00f6,<\/p>\n<p>die Insel der Lotsen, Z\u00f6llner und Seefahrer und der Wirthaus zu Br\u00e4nn\u00f6!<\/p>\n<p>\u00dcber den \u201cSk\u00e4rg\u00e5rden\u201c<\/p>\n<p>G\u00f6teborgs s\u00fcdlicher Sk\u00e4rg\u00e5rden (Sch\u00e4ren und Inseln) \u2013 sowie der gesamte westliche K\u00fcstenstreifen \u2013 geh\u00f6rte den D\u00e4nen. W\u00e4hrend der Wikingerzeit verlief die Grenze im Interessenbereich zwischen den norwegischen und d\u00e4nischen K\u00f6nigen an der M\u00fcndung der G\u00f6ta \u00c4lv Flusses. \u201cElfarsyssel\u201c \u2013 Flussland \u2013 umfasste die Sch\u00e4ren bis nach den Inseln Orust und Tj\u00f6rn und war von gr\u00f6sstem Interesse f\u00fcr diese K\u00f6nige und die schwedischen Grossgrundbesitzer. Viele geographische Namen erinnern um diese Zeit, so zum Beispiel \u201cDanafjord\u201c (der Fjord direkt vor der Insel Vinga) und \u201cDanaholmen\u201c, heute bekannt als klein D\u00e4nemark (im Folksmund \u201edie d\u00e4nische Lilie\u201c, ein kleiner Felsen im Danafjord gerade vor Br\u00e4nn\u00f6. Erst in der Mitte des 1200 Jahrhunderts bekamen die Westgoten durch einen schmalen Korridor Zugang zum offenen Meer und die Inselbewohner von Br\u00e4nn\u00f6 und \u00c4lvask\u00e4ren wurden schwedisch. Gerade Danaholmen wurde der Grenzpunkt und wurde in drei gleiche Teile an den norwegischen, schwedischen und d\u00e4nischen K\u00f6nig verteilt.<\/p>\n<p>Die \u00e4ltesten Fund von Ansiedlungen im Sk\u00e4rg\u00e5rden stammen vom fr\u00fchen Bronzealter das heisst ungef\u00e4hr vor 4000 Jahren.<\/p>\n<p>\u00dcber Br\u00e4nn\u00f6<\/p>\n<p>Durch seine strategische Lage wurde Br\u00e4nn\u00f6 ein bedeutungsvoller Handels \u2013und Tingsplatz sowie Treffpunkt f\u00fcr K\u00f6nige , Grossgrundbesitzer und vor allem Kaufleute. Der Sund zwischen Br\u00e4nn\u00f6, Asper\u00f6 und Riv\u00f6 hatte zu der Zeit eine Wassertiefe von mehr als zwei Metern, welches dieses Gebiet zu dem meist gesch\u00fctzten, s\u00fcdlichsten Hafen entlang der K\u00fcste machte, und erlaubt dass viele Schiffe gleichzeitig aufankern und vor allem bei allen Windrichtungen auch ausseglen konnten.<\/p>\n<p>In den isl\u00e4ndischen Sagen erz\u00e4hlt man, wie die irl\u00e4ndische Prinssesin Melkora im Jahre 900 auf dem Markt zu Br\u00e4nn\u00f6 als Sklavin f\u00fcr drei \u201cM\u00e4rker Silber\u201c an den isl\u00e4ndischen K\u00f6nig Hoskuld Dalakollson verkauft wurde. Der schwedische Verfasser Alf Henriksson erz\u00e4hlt: Der drohende Krieg zwischen Norwegern und D\u00e4nen wurde von einsichtigen F\u00fchrern verhindert, als die jungen K\u00f6nige, Hardeknud von Norwegen &#8211; kaum 18 Jahre alt &#8211; und Magnus von D\u00e4nemark &#8211; erst 12- sich auf beiden Seiten des G\u00f6ta \u00c4lv mit ihren Armeen gegen\u00fcberstanden. Sie wurden auf Br\u00e4nn\u00f6 zusammengef\u00fchrt und schworen einander Freundschaft.<\/p>\n<p>In den sp\u00e4teren wiederkehrenden K\u00e4mpfen zwischen D\u00e4nen und Schweden um die Kontrolle \u00fcber G\u00f6teborg und damit den Handel von und nach Schweden, wurden die Sch\u00e4ren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Festung \u00c4lvsborg wurde zweimal mit L\u00f6segeld freigekauft \u201c\u00c4lvsborgs L\u00f6sen\u201c. Im Jahre 1676 pl\u00fcnderten und brannten die D\u00e4nen alle H\u00e4user auf Br\u00e4nn\u00f6 nieder und stahlen die gesamte Aussaat. Nach den \u201cJahren des gro\u00dfen Unfriedens\u201c kehrte der Handel und das Ting (Gericht) 1680 wieder nach Br\u00e4nn\u00f6 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Br\u00e4nn\u00f6\u00b4s Einwohner haben ein permanentes Jagd-, Fischerei- und Anbaurecht auf den nahegelegenen Inseln K\u00e4ns\u00f6 und Galt\u00f6 sowie nart\u00fcrlich auf Br\u00e4nn\u00f6.<\/p>\n<p>Lange bevor es zuverl\u00e4ssige Seekarten und Fahrwassermarkierungen gab, war die Hauptbesch\u00e4ftigung der Einwohner Br\u00e4nn\u00f6s, die des Schiffbegleiters und Lotsen. Der Lotsenausguck wurde auf dem h\u00f6chsten Punkt errichtet. Die Konkurrenz um Lotsenauftr\u00e4ge kam aber von den Inseln Vr\u00e5ng\u00f6, H\u00f6n\u00f6 und R\u00f6r\u00f6. Wer als erster das Schiff erreichte, das nach einem Lotsen verlangte, bekam den Auftrag und damit den Verdienst. Die anderen mu\u00dften umkehren.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund errichteten die Br\u00e4nn\u00f6er Lotsen einen St\u00fctzpunkt und Ausguck auf Vinga, um einen besseren Ausblick \u00fcber das Meer zu haben. Im Laufe der Zeit wurde s\u00e4mtliche Lotsent\u00e4tigkeiten nach Vinga verlegt, doch behielten die Lotsen ihren Wohnsitz auf den Inseln. Neben der nun unsicheren Einnahmequelle mu\u00dften sie ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft, Fischfang und der Jagd verbessern. Br\u00e4nn\u00f6s strategische Lage an den Schiffahrtswegen nach G\u00f6teborg und den Ankerpl\u00e4tzen bei dem Riv\u00f6fjord veranlasste, dass dort eine Zollstation eingerichtet wurde. \u2013Viele Inselbewohner versorgten sich als K\u00fcstenwache oder als K\u00fcstenruderer. Ausser diesen Versorgungsquellen bedingte man sich als Matrosen und Offiziere bei den \u201cK\u00f6niglichen Kaparen\u201c, Ostindischer Kompanies Handelsflotte oder den heranwachsenden schwedischen Reedereien. Und ein Teil wanderte nach Amerika aus. Einer dieser alten Lotsenboote \u2013 die Delagoa \u2013 kann man auf Fotos im Wirtshaus zu Br\u00e4nn\u00f6 sehen.<\/p>\n<p>\u00dcber Br\u00e4nn\u00f6 G\u00e4rde (Feld)<\/p>\n<p>Br\u00e4nn\u00f6 G\u00e4rde ist vielleicht der alte Tings- und Treffplatz. Dieser ist einer der letzten zusammenh\u00e4ngenden Dorfpl\u00e4tze aus der Vergangenheit und wird mit Hilfe von hunderten von Schafen offen gehalten. W\u00e4hrend des Sp\u00e4tfr\u00fchlings wimmelt es hier von neugeborenen L\u00e4mmern.<\/p>\n<p>\u00dcber das Haus<\/p>\n<p>Der alte Teil des Br\u00e4nn\u00f6er Wirtshauses wurde von meinem Urgrossvater dem Meisterlotsen Otto Granstr\u00f6m und seiner Josephina im Jahre 1900 gebaut. Wie alle Lotsen betrieben sie eine kleine Bauernstelle mit K\u00fchen, Schweinen und Schafen zusammen mit der Fischerei. Sie bekamen vier Kinder: Gurli- wurde N\u00e4herin, Harald- Seemann, Algot- Meisterlotse und Gustaf, mein Gro\u00dfvater, wurde Kapit\u00e4n zur See bei der Schwedischen Lloyd.<\/p>\n<p>Der neue Teil mit B\u00e4ckerrei, K\u00fcche und Verkaufabteilung wurde Pfingsten 1995 fertiggesstellt.<\/p>\n<p>Der Pavillon mit Platz f\u00fcr ca 100 G\u00e4ste wurde fertiggebaut 2007<\/p>\n<p>Lieder \u00fcber Br\u00e4nn\u00f6<\/p>\n<p>Die meist bekannte Person von Br\u00e4nn\u00f6 ist Lasse Dahlquist. (1910-1979). Von Kindesbeinen an verbrachte er die Sommer auf Br\u00e4nn\u00f6 wo sein Gro\u00dfvater Altmeisterlotse war. Als Offiziersanw\u00e4rter auf der \u201cBeatrice\u201c- eines der letzten aus Stahl gebauten Gro\u00dfseglern \u2013 begann er seine erfolgreiche Laufbahn als Komponist und Liederverfasser. Bis zu seinem Tod 1979 hat er nahezu 700 Lieder komponiert. Einige der beliebtesten und meist gesungenen sind \u201cDans p\u00e5 Br\u00e4nn\u00f6 Brygga\u201c (Tanz auf der Br\u00fccke zu Br\u00e4nn\u00f6) und \u201cMorfar har ber\u00e4ttat\u201c (Gro\u00dfvater hat erz\u00e4hlt). Lasse Dahlquist liegt auf dem Friedhof zu Br\u00e4nn\u00f6 begraben.<\/p>\n<p>Die Familie Dahlquist bekam h\u00e4ufig Besuch von dem ebenso ber\u00fchmten Musikanten Evert Taube, der auf der Insel Vinga geboren wurde, wo sein Vater Leuchtturmw\u00e4chter war. Viele Verwandte von Evert Taube wohnen noch heute auf den umliegenden Inseln.<\/p>\n<p>Den 28. Juni 1997, gerade recht zu dem 10-j\u00e4hrigen Bestehen der Lasse Dahlquist Gesellschaft wurde der Lasse Dahlquist Raum im Wirtshaus mit Bildern von Lasses reichhaltiger Produktion als Kompositi\u00f6r, Textverfasser und Zeichner er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Eine Bronsestatue von Lasse &#8211; geschaffen von dem Br\u00e4nn\u00f6k\u00fcnstler Bertil Lengstrand &#8211; wurde am 13. Juni 1999 auf der Klippe nahe der Br\u00fccke von Husvik eingeweiht.<\/p>\n<p>In der Regie der Lasse Dahlquist Gesellschaft findet jedes Jahr im Anfang August die Lasse Dahlquist Tage statt, diese mit Unterhaltung von verschiedenen bekannten Artisten sowie allgemeiner Gesang.<\/p>\n<p>Das musikalische Erbe von Lasse Dahlquist ist von vielen Musikern und Artisten von Br\u00e4nn\u00f6 weitergef\u00fchrt worden, diese treten regelm\u00e4ssig auf der Br\u00e4nn\u00f6er Br\u00fccke und im Wirtshaus auf, besonders bekannt sind die \u201cBr\u00e4nn\u00f6er Jungs\u201c( Br\u00e4nn\u00f6-pojkarna).<\/p>\n<p class=\"ingress\">.<\/p>\n<p class=\"ingress\"><a href=\"http:\/\/dev.bullet.io\/branno\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/rodtsen-2.jpg\">\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzlich willkommen auf Br\u00e4nn\u00f6, die Insel der Lotsen, Z\u00f6llner und Seefahrer und der Wirthaus zu Br\u00e4nn\u00f6! \u00dcber den \u201cSk\u00e4rg\u00e5rden\u201c G\u00f6teborgs s\u00fcdlicher Sk\u00e4rg\u00e5rden (Sch\u00e4ren und Inseln) \u2013 sowie der gesamte westliche K\u00fcstenstreifen \u2013 geh\u00f6rte den D\u00e4nen. 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